Maus im Haus: Was tun? 7 Schritte zur Soforthilfe

Ruhige Spurensuche mit Taschenlampe entlang einer Sockelleiste

Jetzt sofort: Ruhe bewahren, Lebensmittel und Tierfutter schließen, Haustiere fernhalten, Sichtungsort notieren und entlang der Wände nach Spuren suchen. Stellen Sie nicht wahllos Gift oder Fallen auf. Finden Sie zuerst heraus, wo die Maus läuft und wie sie hereingekommen sein könnte.

Die sieben Schritte nach einer Sichtung

  1. Raum sichern: Außentüren schließen, Kinder und Haustiere fernhalten. Verfolgen oder in eine Ecke treiben erhöht Stress und erschwert die Kontrolle.
  2. Nahrung entziehen: Offene Lebensmittel, Obst, Brot, Tierfutter und Abfall unzugänglich machen. Angenagte Verpackungen entsorgen.
  3. Sichtung dokumentieren: Uhrzeit, Laufrichtung und Versteck notieren. Prüfen Sie die Kanten in diesem Bereich.
  4. Spuren sicher prüfen: Suchen Sie nach Kot, Nagespuren und Nistmaterial. Ausscheidungen nicht trocken aufwirbeln.
  5. Zugang finden: Kontrollieren Sie Rohrdurchführungen, Sockelleisten, Türen, Kellerfenster, Lüftungen und Anschlüsse innen wie außen.
  6. Passende Kontrolle wählen: Tierart, Laufweg, Kinder, Haustiere und Kontrollmöglichkeit bestimmen, welche Falle oder professionelle Hilfe vertretbar ist.
  7. Wiedereintritt verhindern: Nach der Kontrolle vorhandener Tiere Öffnungen mit Metall, Mörtel oder einer baulich passenden Lösung schließen.

Bedeutet eine Maus automatisch mehrere Mäuse?

Eine einzelne Sichtung beantwortet die Frage nicht. Die Maus kann gerade eingedrungen sein, oder die Sichtung kann nur ein Teil einer bereits bestehenden Aktivität sein. Suchen Sie deshalb nach der Menge und Verteilung frischer Spuren: mehrere Fundorte, wiederkehrender Kot, verschiedene Laufwege oder Jungtiere sprechen für mehr als einen zufälligen Besucher. Verlassen Sie sich nicht auf pauschale Zahlen aus dem Internet.

Wo versteckt sich eine Maus tagsüber?

Typisch sind ruhige, geschützte Bereiche nahe Nahrung oder einem Zugang: hinter Küchenzeilen und Geräten, in Abstellräumen, unter Schränken, in Wand- und Deckenzwischenräumen, im Keller oder auf dem Dachboden. Prüfen Sie nicht jeden Gegenstand hektisch. Folgen Sie Kanten, Leitungen und dokumentierten Spuren.

Was Sie jetzt nicht tun sollten

  • Keinen Mäusekot trocken saugen oder kehren.
  • Keinen unbekannten Hohlraum sofort verschließen.
  • Keine Klebefallen verwenden; das Umweltbundesamt rät aus Tierschutzgründen davon ab.
  • Keine Giftköder frei zugänglich auslegen.
  • Nicht allein auf Pfefferminzöl oder Ultraschall vertrauen.

Quellen